Sonntag, 2. August 2020

Freud und Leid mit "Kurt", meinem Mähroboter!

Mehr als fünfzig Jahre lang habe ich in meinem Wohnumfeld den Rasen gemäht. Anfangs, als meine Frau und ich noch bei den Schwiegereltern wohnten, noch mit einem einfachen Hand-Rasenmäher bzw. Spindelmäher, bei dem man danach das Gras mühevoll zusammenrechen musste. Irgendwann gab es dann ein eigenes Haus mit eigenem Grundstück und endlich einen Motor-Rasenmäher, der die Arbeit wesentlich erleichterte, weil auch ein Grasfangkorb dabei war. Und irgendwann wurden dann die Schwiegereltern zu alt, um die Arbeit selbst durchzuführen, sodass die Arbeitsfläche in Summe wieder auf knapp 2.000 m2 wuchs. Man darf die Arbeit nicht unbedingt verfluchen, weil sie ja auch sehr oft entspannend wirkte, aber irgendwann muss Schluss damit sein. Obwohl sich durch das Ableben der Schwiegereltern der Aktionsradius wieder verkleinerte reifte in mir der Entschluss der Arbeitserleichterung, zumal ein Eigenheim sowieso noch genug Arbeit macht.

Heuer im Frühjahr war es so weit, ein Mähroboter musste her! Nachdem ich keine Ahnung zu den Kriterien hatte kam mir das Angebot von Hofer/ Aldi im April des Jahres sehr gelegen. Ich schlug zu und erstand den Yardforce SA800PRO, wohl wissend, dass ich die Installation des Begrenzungsdrahtes selbst durchführen musste. Da das Grundstück überschaubar ist war die Aufgabe dazu leichter als erwartet. An ein paar Stellen musste ich nachjustieren, das war's. Knifflig war allerdings eine Lösung für eine Engstelle zu finden, die das Gerät durchfahren muss. Geht nicht, hieß es da von den Experten. Bedingt dadurch, dass ich gerade hier die Ladestation setzte war das Problem umgehend gelöst. "Kurt", so nenne ich den Rasenmäher schnurrt seitdem problemlos durch unser Grundstück und leistet tadellos seine Arbeit! Ich könnte also zufrieden sein!

Bin ich aber seit Anfang Juli keineswegs. Obwohl der Rasenmäher bei Nichtverwendung in einer Garage untergebracht ist war im Display auf einmal Feuchtigkeit. Bedingt dadurch war die Bedienung am Gerät kau oder gar nicht mehr möglich. Wie in der Anleitung beschrieben wandte ich mich am 14. Juli d.J. an den Lieferanten, die Firma Merotec mit einer Darstellung des Fehlers, inklusive Fotos. Trotz mehrfacher Urgenz gab es bis heute keine Rückmeldung. Bei Anrufen hängst du so lange in der Warteschleife, bis du entnervt aufgibst!

Nächster Versuch am 21. Juli bei jener Stelle wo das Gerät gekauft wurde - Hofer! Wieder Beschreibung des Fehlers usw. Nachdem es keine Rückmeldung gab rief ich am 27. Juli selbst beim Kundenservice an. Da bekam ich von einem netten Mitarbeiter die Auskunft, dass eigentlich die Firma Sertronics in Deutschland für das Service zuständig sei. Das entspricht zwar nicht den Informationen meiner Unterlagen, aber egal, Hauptsache es wird mir endlich geholfen!
Bei meinem Anruf wurde ich von einer Dame des Serviceteams gleich belehrt, dass das mit dem Anruf so nicht geht. Aber OK, ich soll eine E-Mail mit der Problembeschreibung und Fotos schicken. Man wird sich umgehend - entweder telefonisch oder schriftlich - bei mir melden. Was passiert? Wieder nichts!

Ich bin seit vielen, vielen Jahren Kunde bei Hofer, habe da Reisen gebucht und unzählige Geräte gekauft und Lebensmittel sowieso. Bisher zur vollsten Zufriedenheit und gestehe, so etwas habe ich noch nie erlebt. Dass mir seit 14. Juli -  noch dazu bei einem Garantiefall (!) - keine Hilfe zuteil wird ist ein absolutes No-Go, weder bei Hofer noch sonstwo! Wie es in dieser unsäglichen Kette der Service-Unfähigkeit weitergeht weiß ich nicht. Wünschen würde ich mir, dass dieser Beitrag bei wenigstens einer der drei betroffen Firmen eine positive Reaktion bewirkt!

Samstag, 4. Juli 2020

Vom Rheuma geheilt?!

Als das Jahr 2011 begann ahnte ich noch nicht, dass meine kurze, aber intensive "Laufkarriere" in diesem Jahr eine ordentliche Schramme erfahren wird und damit auch mein weiteres Leben. Es schien anfangs ein gutes Laufjahr zu werden, mit sensationell guten Laufzeiten in kurzen, wie auch längeren Distanzen und etlichen Stockerlplätzen (siehe Foto rechts) in meiner Klasse, allerdings nur bis zum Juni des Jahres. Ab diesem Zeitpunkt war an ein Laufen nicht mehr zu denken, mich zu bewegen fiel mir generell schwer. Die Schmerzen ließen mich lange Zeit kaum schlafen, sogar den Löffel zum Mund zu führen war zeitweise unmöglich. Vor ziemlich genau neun Jahren wurde nahezu von einem Tag auf den anderen vieles anders. Der Grund - Rheuma, plötzlich und unerwartet!

Ich, der lebensbejahende, sportliche plus60er, der seit zehn Jahren viele, viele Laufkilometer in den Beinen hat, der ein Jahr zuvor den New York Marathon erfolgreich gefinisht hat, der einigermaßen gesund lebt ist auf einmal ziemlich bedient? Selbstmitleid stellte sich sehr bald ein, half mir aber nicht weiter. Da das Krankheitsbild noch nicht klar definiert war begann eine Odyssee zu verschiedenen Ärzten bzw. Spezialisten bis eben die Vermutung von einem Rheumatologen bestätigt wurde - "Seropos, chron. Polyafthritis, adulter Typ", so stand es im Befund! Die Liste der Medikamente, die mir in der Folge verschrieben wurde habe ich noch gut in Erinnerung, die daraus entstehende Diskussion mit dem Arzt auch:
Ich: "Wozu benötige ich diese Medikamente?"
Er: "Aufgrund der Diagnose Ihrer Erkrankung!"
Ich: "Aber warum so viele?"
Er (genervt): "Weil Rheuma unheilbar ist!"
Ich (schnippisch): "Für Sie vielleicht, aber nicht für mich!"
Der Arzt kann für die Diagnose nichts dafür. Er kann auch nichts dafür, dass ich sauer reagierte. Tatsache war aber, dass ich diese Bomben in diesem Ausmaß nicht akzeptierte und versuchte meinen eigenen Weg zu gehen!

Verzweiflung
Dieser bestand also darin, sehr wohl und regelmäßig Untersuchungen durchzuführen, die meinen gesundheitlichen Ist-Status zeigten, notwendige Medikamente gegen Rheuma (Ebetrexat) und gegen Schmerzen (Deflamat) in verminderter aber notwendiger Form sehr wohl zu nehmen, mich aber auch in die Behandlung "einzumischen". Sehr hilfreich waren auf dem Weg zur Gesundung einige Kuraufenthalte in Baden bei Wien, der Weg in die Kältekammer, das Heilfasten, die Unterstützung der Familie sowieso und der Umstand, dass ich nie aufgegeben und gewusst habe, das wird wieder! Dass mein Unterfangen Jahre dauern kann war mir klar! Dass mir der geliebte Sport dabei helfen kann auch!

x-ter Neueinstieg
Der Großteil der weiteren Jahre war durchwachsen, weil ich zeitweise kaum gehen konnte, laufen schon gar nicht. Bedingt dadurch gab es immer wieder Pausen, über, Wochen, Monate und einmal sogar über ein Jahr! Zwischendurch ging es mir so gut, dass ich wieder Sehnsucht hatte Laufkollegen zu treffen, vor allem bei Wettbewerben. So setzte ich einen Halb- wie auch einen Viertelmarathon auf meine Wettkampfliste drauf. Den Wings4Life-Run mehrmals mitzumachen mir wichtig, denn im Vergleich zu jenen, denen hier geholfen wird, ging es mir gut! In Summe war aber die Lauferei der letzten Jahre ein ständiges "Stopp and Go". Die Zahl der Verzweiflungen und Neueinstiege war dementsprechend hoch, der Glaube an meine Gesundung ungebrochen!

Zurück zum medizinischen Teil! Anfangs gab es etliche Irrwege und wenig zielführende Handlungen meinerseits, bis ich im Laufe der Zeit auf Frau Dr. Heike Muchar traf. Aus meiner Sicht und bisherigen Erfahrung die beste Ärztin und Rheumatologin die man sich als Patient wünschen kann. Sie begleitet mich nun bereits etliche Jahre und ihre Art mit mir und meiner Krankheit umzugehend ist wohltuend und Erfolg versprechend! Sie führt und führte mich ruhig und kompetent zum Ziel!

Dieses scheint seit gestern erreicht zu sein! Mit einem Ergebnis, welches mir eine so riesige Freude bereitet, dass ich es hier einfach teilen muss,
mein Leidensweg beendet zu sein und meine eh schon bescheidene
Medikation (1 Stk Ebetrexat 0,5mg/ Woche) mit sofortiger Wirkung abgesetzt.

Auch wenn ich es schon länger spüre und ahne und die Krankheit im Kopf schon abgeschlossen habe, das medizinische Urteil ist befreiend und motivierend zugleich. Natürlich wird es weiterhin halbjährliche Kontrolltermine bei Frau Dr. Muchar geben. Ich weiß auch, dass ich weiterhin auf der Hut sein muss, weil ein Rückfall durchaus möglich ist, aber jetzt bin ich einmal glücklich und zutiefst dankbar! Es lohnt sich niemals aufzugeben!!

Sonntag, 21. Juni 2020

Larimar, der Entschleunigung wegen!

In (Corona)Zeiten wie diesen ist vieles anders, auch die Urlaubsplanung über die ich Anfang April berichtet habe. Im damaligen Beitrag schrieb ich von einer "Weltreise" nach Südafrika und Dubai, aus der nichts geworden ist. Aber nachdem meine Frau Anfang Juni Geburtstag hatte und ich in der vergangenen Woche wollten wir uns etwas Gutes tun. Wir erinnerten uns an einen Thermenaufenthalt vor ziemlich genau zehn Jahren, der uns gut gefiel und somit positiv in Erinnerung blieb, das Wellness-Hotel Larimar! Obwohl wir nicht zu den Wiederholungs-Tätern gehören buchten wir drei Übernachtungen und sollten es nicht bereuen!

Wer das Burgenland kennt weiß, dass hohe Erhebungen hier selten vorzufinden sind, Berge schon gar nicht. Hier aber, an der Grenze zur Steiermark ist die Landschaft malerisch und mit sanften Hügeln ausgestattet. Dazwischen drin die Golf- und Thermenregion Stegersbach mit vier Top-Hotels, wovon sich  eines, aus meinem Empfinden heraus, sehr positiv abhebt - das Larimar! Alleine die Besonderheit der Bauweise und die Gestaltung der Freiflächen mit den verschiedensten Pools ist einzigartig. Die Liebe zum Detail ist seh- und spürbar, hier kommen alle auf ihre Rechnung, sogar Hunde, für die es eigene Zimmer und einen eigenen Pool gibt! Wo gibt's denn sowas?

Bei der Anreise hatten meine Frau noch viele Pläne, wie wir den Urlaub gestalten werden. Bedingt dadurch, dass wir nur vier Tage zur Verfügung hatten und das Angebot so vielfältig war, ließen wir uns einfach treiben. Stress war das letzte was wir suchten! Die Tage waren so schon gut gefüllt mit diversen Aktivitäten, wobei wir vorwiegend die unterschiedlichen Angebote im Außenbereich nutzten, der letztes Jahr großzügig umgebaut wurde.

Hier gab es natürlich ein Thermalwasserbecken (im Innenbereich sowieso), aber auch einen Meerwasserpool mit basischem Wasser und einen Infinity-Sportpool. Die Nudisten durften sich über ein Nackt-Schwimmbecken freuen und die Saunierer über eine "gut bestückte" Saunawelt. Zahlreiche Erlebnis- und Entspannungsmöglichkeiten rundeten das Angebot ab, wobei uns der der Kristall-Energie-Raum mit seiner positiven Energie besonders angetan hat.

Wir waren mit Trainerin Maria zum Nordic-Walking unterwegs, relaxten die meiste Zeit im Freigelände und nutzten auch immer wieder die wohltuende Schaukel zur Entspannung und erlebten die farbenprächtigen Koi-Fische im Teich des Garten-Paradieses. Dazwischen gönnte ich mir bei Fitness-Experten Reinhard ein paar Massage-Einheiten der Extra-Klasse.

Am Abend genossen wir die Köstlichkeiten der vorzüglichen Küche genauso wie danach ein gutes Glas Wein. Dass an meinem Geburtstag der Tisch besonders schön gedeckt war und zum Nachtisch ein Törtchen mit Wunderkerze an den Tisch serviert wurde war natürlich eine schöne Draufgabe auf das Geschenk meiner Liebsten. Ein Ehrentag in einem so schönen Hotel, das hat schon was!

Hier alles Erlebte aufzuzählen würde den Rahmen des Beitrages sprengen. Tatsache ist, die Tage vergingen wie im Flug, der Erholungswert war - trotz der Kürze - enorm. Dass wir wieder kommen ist sehr wahrscheinlich. Und dass wir dann nicht mehr zehn Jahre warten ganz sicher!

Nachfolgend ein paar Urlaubs-Impressionen aus dem Wellness-Hotel Larimar

Sonntag, 14. Juni 2020

Freiheit auf zwei Rädern!?

Die erste Erfahrung mit einem Zweiräder hatte ich mit einem Moped. Eh klar! Was aber heute so selbstverständlich klingt war damals, im Jahr 1966, eher eine Seltenheit. Als Lehrling verdiente ich gerade einmal 1.200 ,- Schilling (!!) im Monat, hatte trotzdem Erspartes. Aber leider zu wenig um mir meinen Traum erfüllen zu können. Mein Vater half mir meinen Traum zu finanzieren, ein Capri-Moped, Modell Garelli, welches einer Vespa sehr ähnlich war und somit ganz anders aussah als die Fahrzeuge meiner Altersgenossen. Aufgrund der kompakten und optisch sehr gefälligen Bauweise war mein Moped auch "Mädels freundlicher", wie ich recht bald erfahren durfte.
Ich war wirklich sehr stolz darauf und auch viel unterwegs. Mit meinem Jugend-Freund Gerhard und dessen Vater fuhren wir sogar bis nach Caorle zu einem Camping-Urlaub am Meer. Ein schöner und bis heute unvergesslicher Urlaub übrigens.

Dass man irgendwann einmal auch ein Auto braucht war recht bald klar. Und so erstand ich im Jahr 1970 - mit eigenem Geld (5.000,- Schilling) das Kult-Auto Puch 500. Der Aktionsradius vergrößerte sich und ich konnte mit meiner Jugend-Liebe (und heutigen Frau) "die Welt zeigen"!
Ergänzen möchte ich, dass ich vorwiegend Auto-Fahrer bin und ein Auto für mich ein Zweckgegenstand ist, der mich sicher von A nach B bringen muss. Trotzdem, in meinem, schon recht langem Leben habe ich wirklich viele verschiedene Autos fahren dürfen. Eigene und auch jene, die mir von meinen Arbeitgebern als Firmenwagen zur Verfügung gestellt wurden.

Zurück zum Kern-Thema, den Zweirädern!
Wahrscheinlich muss man in die Midlife-Crisis kommen um an Motorräder zu denken, bzw. diese fahren zu wollen. Begonnen hat es 2013 mit einer Einladung meines Schwiegersohnes zu einem Einsteiger-Training bei Harley-Davidson in Graz, der dort als Techniker arbeitete. Ein ganzer Tag Harley pur mit genialem Training und einer noch genialeren Ausfahrt aller Teilnehmer. Brummmm!. Die Story dazu gibt's hier im Link!

Nahezu zeitgleich wollte es der Zufall, dass meine ältere Tochter ihr Motorrad nicht mehr fahren wollte und ich ihr dieses abkaufte. Ein Chopper-Modell passt  zu bei älteren Herren sicher besser als zu jungen, modernen Frauen. Die Yamaha Virago, die wir "Ilse" nannten, war also bald meines und für meine Ansprüche nahezu ideal. Sehr flexibel und rasch überschaubare Distanzen bewältigen zu können fand ich auch diesmal faszinierend.
Obwohl ich viel unterwegs war merkte ich sehr bald, ein typischer Motorradfahrer werde ich wohl nie. Dazu fehlte mir einfach die Routine und eine gewisse Kaltschneutzigkeit Kurven im richtigen Radius anzufahren. Es machte aber Spaß die Freizeit (Freiheit?) auf diese Art zu genießen. Bis zu jenem Zeitpunkt, als mein Rheuma mir zeigte, dass ich die Kraft meiner Hände nicht so einsetzen konnte, wie es für ein sicheres Fahrverhalten erforderlich ist. Mit etwas Wehmut endete meine kurze Motorrad-Ära, dem Abschied widmete ich eine eigene Story!

Nach einiger Zeit der "Enthaltsamkeit" habe ich im Vorjahr wieder zugeschlagen, denn irgendwie juckt es mich ja doch! Und so bin ich nun dort gelandet, wo ich als Jungspund begonnen habe - bei einem Roller! Mit einem Motorroller der Marke Piaggio (Modell X9 - 125) fiel die Wahl naturgemäß auf ein etwas stärkeres Gefährt als damals. Er macht was er soll und unterstützt mich auf Kurzstrecken und spontanen Ausflügen hervorragend, das Fahrverhalten ist (auch bedingt durch die Automatik) sehr angenehm. Rückblickend kann ich also festhalten, die Freiheit auf zwei Rädern hat mich scheinbar nie losgelassen!

Montag, 25. Mai 2020

"reih aktiv", (m)ein Blog im neuen Gewand!

Im Internet bin ich ja aus beruflichen Gründen schon länger unterwegs. Der Grund als Blogger tätig zu werden ergab sich durch den Einstieg in die Lauferei und dem Umstand, dass ich gerne schreibe. Alles begann also vor ca. zwanzig Jahren, wie die nachfolgende Aufzählung zeigt:
1999 - mit 50 fängt das Laufen an
2000 - erster Halbmarathon mit einer Zeit von 2:04:05 (danach weitere Wettbewerbe)
2001 - mein erster Blog (huobaere) entsteht
2002 - erster Marathon mit einer Zeit von 4:36:41
2003 - ich gründete (da wir keinen hatten) einen Laufverein (LC Vitus) in meiner Heimatstadt
2004 - ich organisierte (da wir keinen hatten) den ersten Halbmarathon (Sonnenlauf)

Speziell zu Beginn meiner Obmanntätigkeit des Laufvereines und ganz besonders bei der Organisation der Laufveranstaltung kam mir zugute, dass ich über das Internet (mittels Website und Anmeldesystem) sehr viele Sportler erreichte. Es erleichterte mir auch die Arbeit, da ich anfangs doch sehr viel alleine machte (machen musste). Im Zuge dieser Tätigkeiten fand ich immer öfter Blogs, die für mich damals noch Neuland bedeuteten. Neugierig wie ich war (und noch immer bin) eröffnete ich recht bald einen eigenen Laufblog um eigene Geschichten zu verbreiten bzw. mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Dies mit dem sperrigen Namen "huobaere". der sich daraus ergab, dass damit die erste urkundliche Erwähnung des Namens Huber verbunden ist. Es dauerte allerdings nicht lange, bis mir diese Bezeichnung nicht mehr gefiel, die erste Änderung war fällig!

Der "Silberläufer" war geboren. Die - diesmal einfachere - Erklärung lag darin, dass ich zwischenzeitlich schon 60 Jahre alt war und die grauen Haare immer mehr wurden. Das passte! Leider aber nur für ein paar Jahre, weil ich im Jahr 2011 an Rheuma erkrankte und das nur zwei Monate nach erfreulichen Stockerlplätzen, wie z.B. beim "eigenen Sonnenlauf". Eine unendlich lange Zeit kämpfte ich dagegen (betrachte mich heute übrigens als gesund). An Laufrunden mit Freunden oder gar an Wettbewerbe war nicht mehr zu denken, an Laufgeschichten schon gar nicht. Es stellte sich also die Frage, mit dem Bloggen aufhören oder die Inhalte verändern bzw. erweitern?

Der Silberläufer verschwand in der Versenkung und ich erfand mich wieder neu! Nach einem kurzen Intermezzo als "Der Rastlose" und Problemen mit der dazu gehörigen Website kam ich recht bald zu "reih aktiv", wo nicht mehr der Läufer im Mittelpunkt stand, sondern allgemeine Outdoor- und Freizeitgeschichten. Etliche alte Beiträge habe ich natürlich mitgenommen. In all diesen Prozessen machte ich den Fehler, dass ich jedesmal eine neue Domain erstellte, anstatt die bestehende zu belassen und nur die Bezeichnung des Blogs zu ändern (was manche meiner Kollegen auch tun). So verlor ich leider viele (zu viele) meiner treuen Leser, aber danach ist man immer gescheiter. Geblieben bin ich jedoch bei meinem Anbieter, dem Google-Dienst blogger.com. Diesmal allerdings nicht mehr mit einer eigenen Domain, sondern der kostenfreien Variante.

Natürlich, blogger.com bzw. blogspot bietet nicht den Komfort und die unzähligen Möglichkeiten wie Wordpress, wo man aus dem Vollen schöpfen kann. Mangels Design-Auswahl musste ich hier sogar meine bescheidenen HTML-Kenntnisse ausgraben um das Aussehen an meine Bedürfnisse anzupassen. Man erkennt darin wahrscheinlich sehr bald den gelernten Techniker in mir, dem eine klare Struktur genau so wichtig ist wie ein einfacher und überschaubarer Aufbau. Geändert habe ich endlich auch die Gesamtübersicht, in der ich (wie allgemein üblich) nur mehr die Vorschau auf den Beitrag zeige um dann mittels klick auf "read more" mehr zu erfahren!

Tatsache ist, dass ich in all den Jahren dem Bloggen treu geblieben bin, auch wenn sich die Szene doch sehr verändert hat. Schade ist (so hat es auch Gitta im Feber festgestellt), dass viele der einstigen Gefährten abhanden gekommen sind. Erfreulich hingegen ist, dass wunderbare virtuelle Freundschaften entstanden sind und ich so manche Blogger auch persönlich kennen lernen konnte. Es gibt lang anhaltende Blogger-Kontakte, die aus dieser Hobby-Tätigkeit heraus mit Trusted-Blogs sogar eine Plattform der Extraklasse geschaffen haben. Und dann gibt es wiederum einen, der mir seit Jahren treu zur Seite steht und mir als Docrunner während meiner Erkrankung viel Kraft und Mut gegeben hat. Irgendwie ist es eine Art virtuelle Heimat, die mich mit vielen tollen Personen verbindet, denen ich im Laufe der Zeit begegnet bin.

Das Erscheinungsbild ist nun neu, es sollte aber nicht der Hauptgrund sein meinen Blog zu besuchen. Das Wesentliche sind und bleiben die Inhalte und die Menschen dahinter. Wichtig ist authentisch zu sein und Themen zu beschreiben die Gefallen finden. Ich hoffe das gelingt mir einigermaßen. Über ein Feedback dazu würde ich mich übrigens freuen!

Wenn ich nun schon davon schreibe, dass ich Blogs liebe und zudem auch für ein äußerst effizientes Werkzeug im Internet finde, dann zeige ich nachfolgend, wo man mich - außerhalb des Sports - noch findet. Dazu muss ich festhalten, dass ich - trotz Pensionsalter - noch immer selbstständig tätig bin und auf zwei meiner Webseiten als Unterseite auch Blogs zu betriebswirtschaftlichen Themen und meiner Arbeit schreibe:
- Reinhard Huber, als Berater, Trainer und Coach (vor allem bei Unternehmensgründungen)
- VAWIS, Vereinigung aktiver Wirtschaftssenioren im Dienste der Wirtschaft

Freitag, 8. Mai 2020

Laufgenuss durch das Tal der verwunschenen Schlösser

Im Lexikon liest man über die Kraiger Schlösser recht prosaisch „Drei romanisch-gotische Burgruinen (Vorburg, Hoch- und Niederkraig), 1091 bis 1564 im Besitz der Herzoglichen „Truchsesse von Kraig“. Der trockene Text der Wissenschafter lässt nicht erahnen, dass eine Laufrunde zu den einstigen, das enge Tal beherrschenden Burgen ein Weg in die Romantik wird: Man bewegt sich durch ein grabenähnliches Tal mit mehreren fast verwachsenen Teichen, vorbei an einem alten Bergwerkstollen und darüber thronen die Reste der verfallenen Schlösser, als wären sie einem Sagen- oder Märchenbuch entsprungen. Mitten im Wald trifft man auf ein imposantes mittelalterliches Aquädukt, welches die Wasserleitung zwischen Hoch- und Niederkraig trug.

Das familienfreundliche Naherholungsgebiet Frauenstein/ Kraig liegt im Norden meiner Heimatstadt St. Veit an der Glan. Die Kraiger Schlösser prägen die Geschichte dieser Gegend, die den Namen längst nicht mehr verdienen. Man kann bei den Ruinen nur mehr erahnen, dass es früher einmal stolze Bauwerke waren. Stolz, aber noch gut erhalten ist das Schloss Frauenstein. Von hier aus  führen unzählige Lauf- und Wanderwege. Und obwohl bereits vor meiner Haustüre das Läuferparadies beginnt brauche ich den Reiz einer anderen Umgebung! So wie diesmal!

Am Parkplatz vor dem mächtigen Schloss Frauenstein sieht man nahezu täglich etliche Autos. An einem Wochentag früh morgens allerdings weniger. Leider muss ich gestehen, dass diese Gegend, trotz ihrer Schönheit. nicht zu meinen bevorzugten Laufstrecken zählt, ich kenne mich also nicht besonders gut aus. Daher wählte ich einen Weg der ziemlich direkt zum Kraigersee führt und - entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten (üblicherweise laufe ich gerne Rundkurse) - wieder zurück. Auch die geplante Streckenlänge war etwas kürzer als gewohnt, aber erstens soll dies hier ein Genusslauf werden und (zweitens) auch einer, der teilweise gefilmt wird und somit einige Stopps verlangt!

Der Forstweg beginnt bei einem romantischen Tor neben dem Schloss. Sehr bald gelangt man zu einem der Frauensteiner Teiche, der weiche Waldboden dämpft die Schritte. Man hört nur das Gezwitscher der Vögel, das Rauschen der Blätter - und zwischendurch mein Schnaufen. Verständlich, denn die Strecke ist zwar schön, aber auch ganz schön schwierig. Immerhin sind mehr als 260 Höhenmeter auf einer Länge von knapp neun Kilometer zu bewältigen.

Wie bereits erwähnt habe ich eine Strecke ausgewählt auf der man auch wieder zurücklaufen muss. Es gibt aber Teilbereiche wo man die Wege hin und zurück trennen kann. Vor Niederkraig lief ich daher den Weg nach rechts, der mich, im ständigen Auf und Ab, südlich an den Teichen vorbeiführt.
Ein Schild zum Kraigersee zeigt mir, dass die Route passt, verfehlen kann man sie so oder so nicht. Der Wald wird lichter und in der Ferne sieht man links die Ortschaft Kraig und kurz darauf, an der rechten Seite, den Kraigersee. Auf eine Streckenlänge von ein paar hundert Metern ändert sich der Boden von Schotter bis hin zum Asphalt. Der kleine See wird umrundet und nach dieser Schleife führt mich der Weg wieder zurück.

An der Gabelung laufe ich nun den Weg rechts. Bevor es wieder nach oben geht ist die geschichtsträchtige Burgruine Hochkraig zu erkennen. die 1934 von Putschisten mit einem Hakenkreuz beschmiert, welches erst vor einigen Jahren entfernt wurde. So schön der Anblick ist, so bedauerlicher ist die Geschichte. Vor mir liegt ein weiteres Bauwerk, der Aquädukt (manche meinen auch Viadukt) der Niederkraig mit Wasser versorgte. Egal was es nun ist, für mich jedenfalls immer schon eine mystische Stätte, die wir als Kinder oft aufsuchten.

Die letzten Kilometer brachen an, den weichen Waldboden und Waldgeräusche in vollen Zügen genießend. Hier fällt mir ein, dass ich immer wieder Läufer im Wald begegne, die den Sound ihres mp3-Players dem Orchester der Natur vorziehen. Ansonsten egal, aber in so einer Idylle für mich nicht ganz nachvollziehbar. Vor mir erscheint der Torbogen, der mir das Ende einer sehr empfehlenswerten Lauf- und Wanderstrecke anzeigt. Entspannt und dankbar in so einem Paradies leben zu dürfen gehe ich zum Auto zurück ...

Im nachfolgendem Video gibt es ein paar zusammen geschnittene Sequenzen, die natürlich niemals das Gefühl wiedergeben können, welches man bei diesem Lauf empfindet! Vielleicht kommen aber einige doch auf den Geschmack ...?



Hier gibt es noch Detailinformationen zum Streckenverlauf!

Freitag, 24. April 2020

Die Vermessung der Welt ...

... oder vielleicht doch nur jene der Laufstrecken?

Worum geht es also wirklich in diesem Beitrag? Natürlich nicht um den bekannten Roman von Daniel Kehlmann, sondern, wie wahrscheinlich vermutet darum, dass der Großteil der Freizeitsportler Ergebnisse aus seinen sportlichen Tätigkeiten sichtbar machen will. Sichtbar, indem diese aufgezeichnet und online abgerufen werden können. Manche mehr, manche weniger! Männer mehr, weil sie eben gerne zeigen was sie so drauf haben!

Es gibt eine Vielzahl an Tracking-Möglichkeiten für Lauf-, Rad- und Wanderstrecken. Diese hier aufzuzählen würde den Rahmen des Beitrages bei weitem sprengen und könnte wahrscheinlich auch kaum vollständig sein, weil der Markt zu groß und zu unüberschaubar ist. Der Vorteil, es ist für jeden etwas dabei! Auch für mich! Für mich erwähne ich deshalb besonders, weil ich einerseits sicher bei den ersten dabei war die GPS-Uhren verwendet haben und bis heute dabei geblieben bin.

Als einer mit technischer Ausbildung war es also nahe liegend sehr früh Laufstrecken mit GPS-Uhren zu vermessen. Die Empfindlichkeit war grottenschlecht, die Ergebnisse litten daher unter so manchem Aussetzer, speziell im dichten Wald! Die Geräte selbst waren damals nicht ganz so groß wie alte Handys, aber doch recht ordentliche Ungetüme, die man kaum verstecken konnte, obwohl es mir manchmal ein Bedürfnis war. Überhaupt, wenn ich an die ersten Erlebnisse denke, wo ich bei einem Laufseminar am Wolfgangsee (2002) von einer Trainerin dafür sogar gescholten wurde! So ähnlich ging es mir aber bei meinem ersten 1Kg-Handy auch ;-)

Mein erste Modell war im Jahr 2002 eine Timex Speed & Distance, bei der man den GPS-Empfangsteil, getrennt von der Uhr, am Oberarm trug. Komfortabler war dann schon mein nächstes Modell, der legendäre Garmin Forerunner 101! Wie man am zweiten Foto rechts erkennen kann, auch recht klobig! Aufgrund meiner durchwegs positiven Erfahrungen blieb ich bis heute bei Garmin und seinen Forerunnern. Die meisten im unteren Bild rechts habe ich getragen. aktuell den FR 235, mit dem ich nun doch schon einige Zeit unterwegs bin. Dies auch deshalb, da sich mein Laufverhalten veränderte und meine Distanzen kürzer wurden. Es wird aber trotzdem wieder Zeit für ein Update!

Aufgrund des nunmehr Geschriebenen ist unschwer zu erkennen, dass ich Handys beim Laufen verweigere und somit nach wie vor mit GPS-Uhren unterwegs bin von denen es erfreulicherweise viele Anbieter gibt, sei es Suunto, Polar oder TomTom, oder eben Garmin. Natürlich nutze ich diese praktischen Wegbegleiter um meine Laufeinheiten zu dokumentieren. Als noch viele Wettbewerbe am Programm standen waren die Auswertungen natürlich eine große Hilfe für effizientte Trainingseinheiten. Jetzt bleibt mir nur mehr die Statistik. Am PC, aber auch mittels App am Handy!

Das bedeutet nun folgendes:
Der eine schwört auf Endomondo, der andere auf Runkeeper oder Mymaprun. Sehr viele Fans hat Strava! Ich bevorzuge dazu seit jeher Garmin-Connect. Hier finden sich meine regelmäßigen Aufzeichnungen, hier wird alles wieder gegeben was ich brauche. Viele Jahre habe ich zusätzlich auch GPSies genutzt, weil dieses Tool einfach eine Sonderstellung hatte. Es ging hier nie um Zeiten, sondern um Laufstrecken an sich - weltweit! Das bedeutet, dass ich sehr viele davon hochgeladen habe um anderen zu zeigen wo man in meiner Heimat, oder auch in den von mir besuchten Urlaubsländern, laufen kann. Das habe ich in einem älteren Beitrag mit "Laufrouten - ver(w)irrt in der Fremde?" näher beschrieben!

Nachfolgend zeige ich meine Werkzeuge zur Darstellung meiner Lauf- und Wanderstrecken. In dem Fall also Laufstrecke am Beispiel eines morgendlichen Laufes durch den New Yorker Cenrtralpark, zwei Tage nach meinem unvergesslichsten Marathon. Ich beginne mit meinem bereits erwähnten Standard-Tool - Garmin-Connect!


GPSies gibt es nicht mehr, weil es von AllTrails übernommen wurde, was ich sehr schade finde. Zwischenzeitlich habe ich mich damit angefreundet und übertrage etliche Tracks hierhin, weil ich damit gelaufene Strecken, die ich im Blog immer wieder vorstelle, besser darstellen kann! Das sieht dann so aus!



Bei meinem Blogger-Lauffreund Gerd habe ich ein weiteres Tool gefunden, welches mir gut gefällt und welches ich seit einiger Zeit ebenfalls zur Demonstration meiner Strecken in diversen Blogbeiträgen verwende - Relive. Die gleiche Strecke vom New Yorker Central-Park sieht dann um einiges dynamischer aus!

Wie machst du das?
Kannst du mir deine Art der Aufzeichnungen zeigen?
Würde mich über ein entsprechendes Feedback sehr freuen!

Mittwoch, 8. April 2020

Das Leben in Corona-Zeiten!

Ein Blogbeitrag hätte Anfang April so beginnen können:
Vor ein paar Tagen sind wir von einer 12-tägigen Urlaubsreise zurückgekehrt die uns zuerst nach Südafrika führte. Natürlich mit Highlights wie Kapstadt, dem Tsitsikamma Nationalpark, Port Elisabeth, Stellenbosch und Cap der Guten Hoffnung. Nach aufregenden Tagen ging es weiter in eine gänzlich andere Welt - Dubai.
Wir erlebten die Palmeninsel Jumeirah genauso wie das beim märchenhafte Atlantis- Hotel. Blickten auf das 7-Sterne-Hotel Burj Al Arab und fuhren mit einem Wassertaxi über den Dubai Creek zum exotischen Gewürzmarkt ....

Anstelle eines lang ersehnten Traumurlaubes tranken meine Frau und ich am Tag der geplanten Abreise ein gutes Glas Südafrikanischen Rotweins im Wissen, dass die Welt ganz andere Probleme hat als ein abgesagter Urlaub. Den kann man jederzeit nachholen. Und wenn nicht, stellt das kein nachhaltiges Problem dar.

Natürlich wäre ich gerne gefahren, zumal dieser Urlaub ja bereits der Zweite Folge ist, den wir absagen bzw. stornieren mussten. Der Grund, einmal eine größere Destination anzusteuern war ja mein 70er im Vorjahr, wo Amerika und Kanada am Plan standen. Aufgrund der lebensbedrohenden Erkrankung meines Bruders und des Umstandes, dass auch eine unserer beiden Töchter unsere Hilfe benötigte, kam es zur Absage. Nach dem Motto "aufgeschoben ist nicht aufgehoben" fanden wir das eingangs erwähnte Angebot so attraktiv, dass wir dieses im Herbst des Vorjahres buchten. Eine große Reise, wie wir sie selten unternehmen, scheint uns nicht vergönnt zu sein!

Das alles ist bedeutungslos, wenn man sieht, wie ein kleiner Virus die kühnsten Science-Fiction-Fantasien locker übertrifft und nachhaltige Schäden an Mensch und Wirtschaft verursacht. Dabei fallen mir die vielen kleinen Unternehmen ein, die ich beruflich jahrzehntelang begleitet habe, die großteils "von der Hand in den Mund leben" und die ums Überleben kämpfen. Ich denke an die Existenzängste in vielen Familien und die Dramen, die sich hier abspielen. Ja und dann gibt es noch die vielen Idioten mit Null-Verständnis, ihrer Rücksichtslosigkeit und ihrem Egoismus und vieles mehr!

Wie geht es mir und meiner Familie in dieser Situation?
Im Vergleich zu vielen anderen und bedingt durch den Umstand, dass ich ja bereits in Pension bin (ich beschreibe das immer als "Halb-Pension", weil ich meinen geliebten Beruf noch immer geringfügig und nun verstärkt online ausübe), geht es mir gut. Verschiedene Bereiche des Lebens sind anders! Einerseits, weil die eine Tochter vorüber gehend bei uns eingezogen ist da sie ein Baby hat und ihr Mann in einem gefährdeten Bereich arbeitet, aber auch weil wir die andere Tochter (die in einem anderen Bundesland wohnt) mit ihrer Familie nicht sehen können. Eine zeitweise schwierige Situation in der eine gute Balance erforderlich ist. Wenn man weiß, wie in unseren Breiten Ostern gefeiert wird, dann schwingt da zusätzlich Wehmut mit. In unserer Familie werden wir das gemeinsame Treffen einfach verschieben. In Summe schlägt man sich - ohne besondere Höhen und Tiefen und einer gewissen Langeweile - durch den Tag.

Natürlich bin ich unterwegs und laufe ich!
Schon einmal deshalb, weil ich entweder mit meiner Frau Wanderungen und Radtouren oder alleine auf einsamen Wegen unterwegs bin. Dass Bewegung bzw. Laufen das Immunsystem stärkt ist hinlänglich bekannt und maßloses Übertreiben ist in meinem Alter schon gar nicht angebracht!
Ich habe die Zeit auch genutzt ein paar meiner alten Aufzeichnungen über besondere Läufe und Laufstrecken zusammenzufassen. Ich war schon sehr erstaunt und stolz, als ich die Läufe der letzten Jahre in komprimierter Form sah, wie schnell und weit ich zuweilen unterwegs war! Ein Blog-Thema für das nächste Mal?!

Ich wünsche euch alles Gute und dass ihr gesund bleibt (oder werdet?). Vielleicht wird der eine oder andere das Leben danach mit anderen Augen sehen, nachdenklicher und demütiger werden. Schneller und immer mehr scheint ein Auslaufmodell zu sein, nicht erst seit Covid-19!

Sonntag, 19. Januar 2020

Auftanken in der Therme Olimia

Mindestens einmal im Jahr versuchen meine Frau und ich einen Kurzurlaub in einer Therme zu verbringen. Da wir beide ungern an den gleichen Ort fahren steuern wir immer wieder neue Ziele an. Oder sagen wir - fast immer. Denn in der Therme Olimia waren wir nun schon das dritte Mal!

Die erste Reise in den Ort Podčetrtek gab es im Feber 1995, als die Therme noch ziemlich verschlafen war und das Hotel Atomske Toplice hieß, was für unseren Sprachgebrauch ja nicht sonderlich einladend klang. Das Angebot war bescheiden und die Anlage überschaubar. Wir fuhren damals mit unseren beiden noch sehr jungen Töchtern und der noch rüstigen Schwiegermutter und verbrachten sehr angenehme und entspannende Tage. Trotz, oder gerade aufgrund dieser Zusammensetzung!

Zehn Jahre später buchten meine Frau und ich einen Urlaub in der Therme Olimia in Slowenien. Dort angekommen kam mir die Therme doch einigermaßen vertraut vor, denn hier waren wir schon einmal! Damals, als die Anlage noch - siehe oben - Atomske Toplice hieß! Das war jetzt vom Ziel unbeabsichtigt, aber die Therme erschien im neuen Glanz, war größer und schöner geworden und unser Hotel hieß jetzt Breza! Die Haupttherme (Family Wellness Termalija) wurde zwischenzeitlich hervorragend renoviert. Was uns gefiel war, dass man zwischen Thermenbecken und Liegebereich eine versetzte und durchgehende Zwischenwand einbaute, die den üblichen Lärm unglaublich reduziert.


Diesmal (Mitte Jänner 2020) war es anders. Wir fuhren bewusst und gewollt in die Therme Olimia, buchten aber das noblere 4 Sterne Wellnesshotel Sotelia welches nahe dem angrenzenden Wald liegt. Alle Hotels sind übrigens mittels unterirdischer Gänge miteinander verbunden und mit der Therme sowieso. Nachdem wir erst am Nachmittag ankamen nahmen wir für die verbliebene Zeit die Familien-Therme in Anspruch gönnten uns aber die nächsten beiden Tage die ziemlich neue Wellnestherme Orhidelia die alle Stückerln spielt.

Hier kann man ganz abgeschirmt vom großen Familienbereich entspannen. Es gibt zahlreiche Innen- und Außenbecken, sowie viele Ruheplätze und Rückzugsorte. In den Indoor- und Outdoorbecken erwarten einen Whirlpools, Geysire (heiße Quellen), eine Lichthöhle, sowie ein Becken mit Unterwassermusik. Im Saunabereich gibt es die unterschiedlichsten Saunen, Dampfbäder und andere Entspannungmöglichkeiten.

Dass die Therme Olimia sieben Jahre in Folge als beste Therme Sloweniens ausgezeichnet wurde verwundert also nicht, denn das Angebot lässt keine Wünsche offen. Weder die Kulinarik, die vielen Animations- und Wellnesangebote und auch nicht die unzähligen Wandermöglichkeiten in der Umgebung! Vielleicht mag dem einen oder anderen die dunkle und teils kantige Architektur nicht gefallen. Aber über Geschmäcker kann man sowieso treffend diskutieren. Wichtig ist der Erholungswert und der ist hier auf alle Fälle gegeben!

Das nachfolgende Kurzvideo soll Appetit auf mehr machen!